Mit den ersten Sonnenstrahlen holen viele auch ihr Fahrrad aus dem Keller. Rund 4,5 Millionen Österreicher ab 15 Jahren schwingen sich mehr oder weniger regelmäßig auf ihr Rad. Damit zählt das Radfahren zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen und ist auch gut für die Gesundheit. Doch nicht immer endet das Radeln auch unfallfrei...

Im Jahr 2007 verletzten sich rund 27.500 Radfahrer, davon wurden etwa 5.800 von der Exekutive für die Verkehrsunfallstatistik erfasst (vor allem Zusammenstöße). Der Großteil wurde mit rund 21.700 Verletzten in Spitälern registriert (vor allem Stürze ohne Fremdbeteiligung). Die Unfallursachen sind vielfältig: Neben eigenem Fehlverhalten oder dem anderer Verkehrsteilnehmer kann auch die mangelnde Ausstattung und Wartung des Fahrrads folgenschwer sein.

Damit das Radfahren nicht im Krankenhaus endet, hat das Kuratorium für Verkehrssicherheit einige Tipps und Ratschläge:

Sicher mit der richtigen Ausstattung

Gerade, wenn das Rad längere Zeit nicht benutzt wurde, sollte es unbedingt vom Fachmann auf technische Mängel überprüft werden. Auch die regelmäßige Wartung und verkehrssichere Ausstattung sind zentral für die Sicherheit. Wer darauf verzichtet, muss sich darüber im Klaren sein, dass er ein erhöhtes Unfallrisiko eingeht. Folgende Ausstattung ist nach der Fahrradverordnung Mindestausstattung:
  • Zwei voneinander unabhängig wirkende Bremsen
  • Weiße Rückstrahler und weiße Scheinwerfer nach vorne
  • Rote Rückstrahler und rotes Rücklicht nach hinten
  • Jeweils zwei gelbe "Katzenaugen" an Vorder- und Hinterrad
  • Gelbe Pedal-Rückstrahler
  • Helltönende Glocke für akustische Warnzeichen
Das KfV empfiehlt darüber hinaus:
  • Radhelm mit Reflexstreifen
  • Geschlossener Kettenschutz und rutschsichere Pedale
  • Integrierter Dynamo mit Standlichtanlage
  • Befestigung der Tretkurbel ohne herausstehenden Bolzen
Nicht ohne Radhelm
Um im Ernstfall eines Sturzes oder einer Kollision schwere Kopfverletzungen zu verhindern oder zumindest zu mildern, ist es unbedingt empfehlenswert mit Helm aufs Rad zu steigen. Beim Helmkauf sollte auf folgende Aspekte geachtet werden:

Harte Außenschale aus reflektierendem Material sowie Luftschlitze sind ein Muss.
Verschlussriemen müssen fix mit dem Helm verbunden sowie einfach zu öffnen und schließen sein.

So gut ausgerüstet steht dem Vergnügen auf zwei Rädern nichts mehr im Wege!

Quelle: www.siz.cc